Ablauf einer Fahrt

Bei gutem Wetter, guter Sicht und wenig Wind steht der Fahrt nichts mehr im Weg. In der Regel startet man ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang. Bevor man allerdings in luftige Höhen entschwebt, heißt es erst mal: anpacken. Denn schließlich will der "Dicke Sauerländer"-Heißluftballon auch vernünftig aufgebaut werden.

Zuerst muss Pilot Andreas Hennes auf der Wiese spüren, was passiert. Und so hält er einen Moment inne, beobachtet die Bäume und beschließt schließlich, in welcher Richtung der Ballon aufgebaut werden soll.

Sie sind natürlich von Anfang an dabei:

Als erstes wird der Korb aus dem Anhänger geholt und aufgerüstet. Vier Gasflaschen werden fest in den Ecken vertäut, der Brenner montiert, Fluginstrumente befestigt, der Funkkontakt zum Verfolgerfahrzeug getestet und eine Brennerprobe gemacht. Ist der Korb startklar, werden die Fahrgäste ausführlich eingewiesen und alle aufkommenden Fragen beantwortet. Der Korb wird nun in die liegende Position gebracht.

Die Ballonhülle wartet schon in einem extra angefertigten Karren darauf, ausgerollt zu werden: 185 kg schwer, 25 m lang und 26 m im Durchmesser. Rund 4000 Kubikmeter Luft fasst der Riese. Die Hülle wird in Windrichtung ausgelegt und mit dem liegenden Korb verbunden. Zusätzlich wird der Ballon aus Sicherheitsgründen am Fahrzeug gesichert, um so ein vorzeitiges Abheben zu verhindern.

Mit einem Aufrüstgebläse wird die Ballonhülle solange mit kalter Luft gefüllt bis sie prall ist. Dann kommt der Brenner zum Einsatz. Langsam wird die Luft erwärmt. Ruck zuck - viel schneller als man es vermuten würde - richtet sich der Ballon auf. Jetzt muss es schnell gehen. Über den Korbrand gestiegen, Platz eingenommen, Sicherheitsleine gelöst und schon steigt der Ballon auf und man blickt in die weite Ferne.

 

 

 

...wohin die Reise geht weiß nur der Wind...

...bis die Landung bevorsteht und es wieder abwärts geht. Ein Ruck, ein kleiner Hüpfer und schon hat man wieder festen Boden unter den Füßen. Das Verfolgerfahrzeug ist uns natürlich dicht auf den Fersen und fast da. Nun wird noch mal kräftig angepackt: die Hülle will entleert und eingepackt werden.

Zum krönenden Abschluss darf natürlich nach alter Ballönertradition die Taufe nicht fehlen.
Lassen Sie sich überraschen!